„Frauen geben 8” 8 Ziele, um die Welt zu verändern:


Die UN-Millenniums-Entwicklungsziele

Die Diskriminierung von Frauen bildet den entscheidenden Hinderungsgrund, die UN-Millennium-Entwicklungsziele (MDGs) erreichen zu können. 70% der insgesamt 1,4 Milliarden Menschen, die immer noch in extremer Armut leben, sind Frauen. Alarmierende Zahlen im aktuellen UN-Bericht zur Umsetzung der Millennium-Entwicklungsziele machen deutlich, dass insbesondere Frauen von den verheerenden Folgen der globalen Nahrungsmittel- und Finanzkrise und des globalen Klimawandels betroffen sind. Der Schlüssel zur Erreichung der Millenniumsziele liegt also in Frauenhand. UNIFEM Deutschland startete aus diesem Grund am 25. September 2008 die Kampagne „Frauen geben 8” und will damit besonders auf das dritte Ziel, die Geschlechtergerechtigkeit und die Stärkung der Rolle der Frau, hinweisen, dessen Verwirklichung eine Grundvoraussetzung für den Erfolg aller übrigen Ziele ist. Die Erklärung der Millenniumsentwicklungsziele (MDGs) aus dem Jahr 2000 setzt erstmals eine qualifizierbare politische Agenda mit einem konkreten Zeitziel fest und leitet damit eine neue ära der globalen Entwicklungs- Partnerschaft ein. Zur Halbzeit im Jahr 2007 wurde eine Bilanz veröffentlicht, die durchaus Fortschritte zeigt aber zugleich auch aufweist, dass die Erfolge sehr ungleich auf die einzelnen Ziele und Kontinente verteilt sind. Die notwendigen zahlreichen Handlungsfäden bei der Verwirklichung der MDGs bergen sehr unterschiedliche Herausforderungen an alle Akteure. Deutlicher Hinderungsgrund um die Ziele zu erreichen ist die weltweit herrschende geschlechtsspezifische Diskriminierung sowie die ernorme tatsächliche Gewalt gegen Frauen.

UNIFEM versucht daher besonders über das dritte Ziel Einfluss auf die Verwirklichung der MDGs zu gewinnen: die Geschlechtergerechtigkeit und die Stärkung der Rolle der Frau, und kann sich auf die unablässig wiederholten Forderung von Kofi Annan, ehemaliger Generalsekretär der Vereinten Nationen berufen: „ Fortschritt für Frauen ist Fortschritt für alle”.

Unterstützung für die Kampagne „Frauen geben 8” erhält UNIFEM Deutschland von zwei prominenten Frauen, der Bundesministerin für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung, Heidemarie Wieczorek-Zeul, und Silvia Neid, Bundestrainerin der Frauenfußball-Nationalmannschaft und Botschafterin der Kampagne.

“Respekt und Fairness sind nicht nur im Sport oberstes Gebot.”

Sivia Neid, Bundestrainerin der Frauenfußball-Nationalmannschaft

 


I. Auftaktveranstaltung Bonn, Pressekonferenz zu MDGs, Deutsche Welle,
25. September 2008 (UN special in New York: Debatte der Vollversammlung zu MDGs) mit einer Videobotschaft von Heidemarie Wieczorek-Zeul

Millenniumsziele 2015

Um die Millennium-Entwicklungsziele zu erreichen müssen wir alle gesellschaftlichen Kräfte mobilisieren”, begrüßte die Ministerin die UNIFEM-Kampagne in einer Videobotschaft. So habe Armut häufig ein ländliches und ein weibliches Gesicht. 60 Millionen Euro würden im Rahmen des MDG3 Global Call for Action für Vorhaben der Entwicklungszusammenarbeit zur Förderung der Gleichberechtigung und Stärkung im Jahr 2009 ausgegeben, kündigte sie an. Ausdrücklich würdigte sie den Beitrag von UNIFEM Deutschland dafür, dass das gesellschaftliche Bewusstsein und die politische Verantwortung für die Gleichberechtigung der Geschlechter über die Jahre gewachsen seien.

>> Text der Video-Botschaft hier herunterladen

Rund 400 Menschen kamen auf dem Rasen der Deutschen Welle zusammen, um die Zahl “2015” zu bilden, das Jahr in welchem die Millenniumsentwicklungsziele (MDGs) erreicht sein sollen. Ziel der Aktion ist es Regierungschefs aufzufordern ihre Versprechen zu halten. Unter anderem sehen die MEZ die Halbierung der Armut bis 2015 vor.

Für UNIFEM Deutschland haben die MDG große Bedeutung, da wir uns innerhalb unserer Kampagne “Frauen geben 8” insbesondere für die Umsetzung von Ziel 3, die Geschlechtergerechtigkeit und die Stärkung der Rolle der Frau, einsetzen. Die Förderung der Frauen stellt eine Grundvoraussetzung für die Erreichung der anderen MDG dar.

III. Veranstaltung in Bonn, 25. November 2008
”International Day for the Elimination of VAW”, Ev. Kirchenkreis NRW und Bonn
Zentrum für Entwicklungsforschung (ZEF)

IV. Veranstaltung in Bonn, 16. Januar 2009
Bekanntgabe der Ausschreibung Deutscher UNIFEM- Preis 2009, Stadt Bonn

V. Veranstaltung in Bonn am 5. März 2009 Gewalt gegen Frauen in Konflikten – was kann die Entwicklungspolitik tun?
mit Bundesministerin Heidemarie Wieczorek-Zeul, BMZ und Inwent

>> Text der Pressemitteilungen und der Einführungsrede der Bundesministerin hier herunterladen

VI. Veranstaltung in Hamburg 22. Juni 2009 und München, 23. Juni 2009, Podiumsdiskussion, Aktionen zu „empowerment on local level”, Das Hunger Projekt e.V.

VII. Veranstaltung in Berlin im September 2009, „empowerment / participation”,
Deutscher Frauenrat und politische Stiftungen

VIII. Abschlussveranstaltung am 25. November 2009 im Haus der Geschichte, Bonn: Preisverleihung des Deutschen UNIFEM-Preises 2009, Stiftung Apfelbaum, Stadt Bonn

 
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